Im Jahr 2019 fand eine Neubelebung der Kunstsammlung von Voksenåsen statt, als Anne Pira vom Staatlichen Kunstrat den Auftrag erhielt, eine Auswahl aus der ursprünglichen Sammlung zu treffen und diese gleichzeitig durch Neuerwerbungen zu ergänzen.
Die „neue“ Kunst in Voksenåsen besteht aus Werken, die einen Dialog mit der Kunst der ursprünglichen Sammlung führen oder diese ergänzen. Eine modernistische Sammlung, deren deutliche Merkmale der abstrakte Expressionismus und die informelle Malerei sind. Die ältere Sammlung umfasst auch mehrere Werke, die einen Bezug zum Surrealismus haben. Metaphysische Denkweisen, eine ausgeprägte Materialität und die Tatsache, dass nur wenige Werke in der älteren Sammlung von Frauen geschaffen wurden, beeinflussten die Auswahl der neuen Werke.
In der neuen Sammlung sind sowohl ältere als auch jüngere Künstler vertreten. So ist beispielsweise ein Foto von Monica Englund (geb. 1935) neben einer Skulptur von Sara Møller (geb. 1982) zu sehen.
Bei der Wahl der Standorte wurde darauf geachtet, kunsthistorische Zusammenhänge oder andere Erzählungen sichtbar zu machen. Das Gesamterlebnis erinnert an eine mobile Installation, bei der Pausen und Rhythmus entscheidend sind, um ein Gleichgewicht zu finden und die dem Gebäude innewohnenden Energien hervorzuheben.
Ein zentrales Werk der Sammlung ist Eva Løfdahls„Underfrequency Holder“. Der Titel ist ein Wortspiel mit dem Begriff„frequency holder“ des Autors Eckard Tolle, den er für Menschen verwendet, die still wirken, indem sie einfach nur sind, und anonym alle lebenswichtigen Werte der Welt tragen. Løfdahls Werk ist zugleich „nur“ eine minimale Skulptur ohne tiefere Bedeutung und ein raffiniert konstruiertes Instrument, um die feinsten Signale des Universums einzufangen.
Die Kunstwerke sind in den Gemeinschaftsbereichen aufgestellt und für alle Besucher von Voksenåsen leicht zugänglich.